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Abstrakt
Unternehmen

Mammutprojekt in Meidling

Datum: 24. Januar, 2018

Ein Projekt der Superlative entsteht derzeit in Wien Meidling. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim investiert 700 Mio. Euro in den Bau einer Biotech-Produktionsanlage und tätigt damit die größte Einzelinvestition in Wien seit fast 40 Jahren.


Boehringer Ingelheim ist weltweit einer der größten Produzenten von biopharmazeutischen Medizin-produkten. Der deutsche Konzern ist mit 146 Zweigstellen und rund 48.000 Arbeitnehmern unter den weltweit 20 führenden Pharmaunternehmen. Mit der Investition am Standort Wien, als zentrale Schnittstelle in Europa, werden auf einer Fläche von zwei Hektar vier Betriebsgebäude gebaut und 400 zusätzlichen Arbeitsplätze geschaffen. Bereits 2021 soll die „Large Scale Cell Culture“ – Produktionsanlage in Vollbetrieb gehen und Wirkstoffe aus Zellkulturen gewinnen.

Das Gesamtprojekt wurde in verschiedene Teilabschnitte aufgeteilt. Den Start machten die Tiefbau- und Gründungsarbeiten welche laut Planung bis Herbst 2017 abgeschlossen werden sollen. Die Baufirmen Porr und Wibeba erhielten den Zuschlag für die Umsetzung und nahmen ihre Tätigkeiten im Jänner auf.

Den Betonauftrag konnte die Rohrdorfer Transportbeton gemeinsam mit einem Partner gewinnen.

Spezielles Augenmerk musste bereits bei der Projektplanung auf die konstruktiven Tiefbaumaßnahmen gelegt werden, da unterhalb des Standorts der Lainzer Tunnel mit drei Röhren das gesamte Baufeld quert. Die Bahntrasse verläuft im Bereich des Produktionsgebäudes von Ost nach West und muss nahezu lastenfrei überspannt werden.

Zu Beginn der Bauarbeiten wurde mit der Baugrubensicherung begonnen. Um den straffen Bauzeitplan realisieren zu können wurden sechs Drehbohranlagen, fünf Seilbagger und ein Schlitzwandgreifer gleichzeitig zum Einsatz gebracht. Für die teilweise zeitgleiche Belieferung der Spezialtiefbau-Großgeräte mit Beton mussten seitens RTB hohe Produktions- und Frachtkapazitäten zur Verfügung gestellt werden.

Umfangreiche unterirdische Leitungsbauwerke sichern die Versorgung der neuen Betriebsgebäude mit Energie und Wasser. Um Setzungen im Bereich der Leitungsführung zu vermeiden und einen schnellen Baufortschritt zu gewährleisten wurde bei der Verfüllung auf das Rohrdorfer Füll-Material (RF-Material) zurückgegriffen. Die Rohrdorfer Transportbeton lieferte in den ersten Bauphasen rund 20.000 m³ Beton und 7.600 m³ Füll-Material. An Spitzentagen wurden bis zu 430 m³ Material abgerufen.