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Neubau Betonwerk Kapfenberg

Datum: 19. März, 2019

In Kapfenberg wurde ein neues leistungsfähiges Transportbetonwerk errichtet werden, um in der Region Obersteiermark ein stabiles und langfristig wirtschaftliches Standbein zu haben. Das neue Betonwerk wird in Zukunft die Kunden in der Obersteiermark mit Transportbeton und Spezialprodukten versorgen.


Das Startsignal für den Neubau wurde 2017 gegeben. Es folgte eine intensive Planungsphase mit dem Ziel, die Problempunkte anderer Werke gezielt zu vermeiden und im Gegenzug innovative, technische Neuerungen auf dem Gebiet Produktionstechnik zu integrieren. Die Effizienz der Mischanlage sollte deutlich gesteigert werden. So wurde beispielsweise ein gesamtheitliches Verkehrskonzept für das Betriebsgelände konzipiert, welches die Entflechtung der verschiedenen Verkehrsströme sicherstellt.

Des Weiteren entschied man sich für einen Durchfahrbetrieb der Fahrmischer, um einerseits ein schnelleres Abfertigen der Fahrzeuge gewährleisten zu können und andererseits das Rangieren der Fahrmischer zu vermeiden. Diese Maßnahme verbessert die Arbeitssicherheit deutlich.
Ein weiteres Plus an Sicherheit und Effizienz wird durch die automatisierte Fahrmischer-Trichterreinigungsanlage erwartet, die den Arbeitsschritt des händischen Nachwaschens komplett ersetzt.

Eine Vorreiterrolle in Österreich kommt dem Werk Kapfenberg auch beim Betonrecycling zu. Erstmalig setzte man auf die Anlage eines deutschen Lieferanten, die sich durch höchste Leistungsfähigkeit bei geringem Verschleiß auszeichnet und sich im harten Alltag in Deutschland und der Schweiz schon mehrfach bewährt hat.
 
Trotz der projektspezifischen Herausforderungen begannen die Ausführungsarbeiten termingerecht am 2. Juli 2018. Zuerst wurden die bis zu 7,5 Meter tiefen Bauwerke, der Kiesbunker und das Recyclingbecken, hergestellt. Im Anschluss musste der nicht tragfähige Boden für die Gründung des Mischturms und des Betriebsgebäudes durch eine zwei Meter dicke Magerbetonschicht ausgewechselt werden. Die Montage des Mischers, der 600-m³-Kiessilos und 4 Zementsilos mit einer Gesamtkapazität von 600 Tonnen sowie der restlichen Anlagenteile bildeten den letzten Bauabschnitt. 
 
Seit 24. Jänner geht die Mischanlage Schritt für Schritt vom Testbetrieb in den Vollbetrieb über.