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Unternehmen

Steinmehl zur Regeneration beanspruchter Böden

Datum: 08. November, 2021

Landwirtschaftliche Kalkungen: Ein schöner Spätsommertag im September im Waldviertel. Im landwirtschaftlichen Betrieb von Familie Berger herrscht aufgeregte Spannung: Heute kommt der Kalkstreuer! Der große Silo-Lkw, der im Steinbruch Hollitzer am Morgen beladen wurde, biegt um die Ecke – mit der heiß erwarteten Ladung Steinmehl für die Felder.

Vom Silo aus wird das Material direkt in den Streuwagen geblasen, der das Material dann über seine 10 Meter breiten Austragsschnecken gleichmäßig über das Feld verteilt.


Regelmäßiges Ausbringen solcher mineralischen Dünger hat viele Vorteile: Einerseits wirkt das basische Steinmehl der Übersäuerung der Böden entgegen, die vor allem durch Gülledüngen oder den Einsatz von Kunstdünger entstehen. Andererseits hilft der feine Gesteinsstaub, die Struktur des Bodens feinkrümelig zu erhalten und trägt dabei essenziell zu einer besseren Wasserspeicherfähigkeit bei, die besonders durch das sich ändernde Klima mit seltenen, aber dann doch großen Regenmengen notwendig ist.

Seit vielen Jahren werden im Rohrdorfer Steinbruch Hollitzer Steinmehle als Bodenkalk erzeugt. Diese werden entweder in trockener Form in Silos oder auch in feuchter Form auf Sattel-Lkw ausgeliefert. Seit einigen Jahren können auf Kundenwunsch auch Zusatzstoffe – wie etwa Schwefel, der vor allem bei Grünfutteranbau dem Boden entzogen wird – dem Produkt beigemengt werden.

Nach rund zwei Stunden ist die acht Hektar große Fläche fertig gekalkt und der Kalkstreuer fährt zum nächsten Kunden. Nach etwa drei bis vier Jahren wird eine Nachkalkung empfohlen, wann genau, entscheidet eine Analyse der Bodenproben.

Die hochqualitativen Gesteinsmehle aus dem Hause Rohrdorfer, die zudem auch biotauglich sind, fördern den Erhalt eines gesunden Bodens.